Die Unfallversicherung greift Verunfallten oder Hinterlassenen unter die Arme

Unfälle verursachen oft nicht nur körperlichen Schaden, sie können auch zu hohen finanziellen Belastungen führen. Die obligatorische Unfallversicherung mildert diese wirtschaftlichen, aber auch immateriellen Folgen nach einem Unfall oder einer Berufskrankheit.

Als Unfall gilt eine plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. In der obligatorischen Versicherung sind Unfälle am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg sowie Berufskrankeiten versichert. Für Personen, die mindestens 8 Stunden pro Woche für einen Arbeitgeber arbeiten, sind auch Unfälle in der Freizeit versichert.

Arbeitnehmer, die in der Schweiz beschäftigt sind, sind obligatorisch versichert. Freiwillig versichern lassen können sich selbstständig Erwerbende, Arbeitgeber und mitarbeitende Familienmitglieder.

Im UVG ist der Lohn bis zum Maximum von CHF 148'200.- (ab 1.1.2016) versichert. Ein Minimum gibt es in der obligatorischen Versicherung nicht. Die Summe der Leistungen aus der AHV/IV, UVG und allenfalls BVG darf 90 % des versicherten Lohns nicht übersteigen.

In der obligatorischen Versicherung beginnt die Deckung am ersten Arbeitstag und endet 30 Tage nach der Aufgabe der Erwerbstätigkeit. Für Teilzeitbeschäftigte, die nur für Berufsunfälle versichert sind, beginnt die Versicherungsdeckung jeweils mit dem Antritt des Arbeitswegs und endet mit der direkten Rückkehr vom Arbeitsplatz in ihr Zuhause.